Ausstellungsübersicht 2017

Sound goes Image

© (Jorinde Voigt) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Partituren zwischen Musik und Bildender Kunst
4. Februar bis 30. April 2017


Die Ausstellung „Sound goes Image – Partituren zwischen Musik und Bildender Kunst“ beschäftigt sich mit dem Phänomen der musikalischen Grafik und eröffnet unseren Museumsbesuchern einen völlig neuen Kosmos. Es geht um Partituren, die zunächst in den Bereich der Musik gehören, aber spätestens seit der New York School of Composers (Mitte des 20. Jahrhunderts) nicht mehr nur klassische Notenschriften sind. Hier verschwimmen die Grenzen zur Bildenden Kunst und es entstehen wunderbare, individuelle und bildhafte Handschriften: von farbig gestalteten und ungewöhnlich angeordneten Notenlinien über comicartige, lautmalerische Partituren bis hin zu gänzlich freien, rein gestischen Zeichen, die jedoch immer als Kompositionen gelesen werden können.

In der Ausstellung werden Autografen von John Cage, Hanne Darboven, William Engelen, Roman Haubenstock-Ramati, Karlheinz Stockhausen, Jorinde Voigt und anderen gezeigt. Hörbeispiele ermöglichen den Museumsgästen, die Partituren, die sie vor Augen haben, akustisch nachzuvollziehen. Darüber hinaus können die Besucherinnen und Besucher an einzelnen Stationen selbst aktiv werden und sich musikalisch ausprobieren.

  

Janssen Revisited

© (Horst Janssen) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Die Sammlung von Stefan Blessin, gesehen von Helene von Oldenburg
13. Mai bis 24. September 2017


Dem Horst-Janssen-Museum ist im Jahr 2016 der Ankauf einer spektakulären Hamburger Privatsammlung geglückt, die der erste Janssen-Biograf, Stefan Blessin, zusammengetragen hat. Dank der langjährigen Beziehung zum Sammler, der kontinuierlich auch als Leihgeber für das Horst-Janssen-Museum fungierte, konnten immer wieder einzelne Werke daraus gezeigt werden. Ab Mai 2017 wird nun die komplette Sammlung im Museum präsentiert.

Die Künstlerin und Kuratorin Helene von Oldenburg, die sich mit ihren Installationen, Performances und Vorträgen auf den Grenzgebieten zwischen Kunst, Wissenschaft und Medien bewegt, wird ihren sehr subjektiven Blick auf das Werk von Horst Janssen werfen und völlig neue Schlüsse aus seiner Arbeit ziehen. Es wird Reduzierungen, neue Verbindungen, ungewohnte Bezüge geben und auch die Möglichkeit für Besucher selbst praktisch kreativ zu werden.

  

6. Horst-Janssen-Grafikpreisträger der Claus Hüppe-Stiftung: Tobias Dostal

Foto: Horst-Janssen-Museum

22. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018

Im 3-Jahres-Abstand vergibt die Claus Hüppe-Stiftung den Horst-Janssen-Grafikpreis für eine künstlerische Position, die durch innovative Arbeitsweise auffällt. Neben Zeichnungen und klassischen Druckgrafiken werden auch digitale Drucke und andere Vervielfältigungstechniken auf Papier zugelassen. Acht Hochschuldozentinnen und -dozenten schlagen Namen von jungen Kunstschaffenden vor, deren Arbeit ihnen aufgefallen ist. Aus diesem Personenkreis wählt eine fünfköpfige Jury die Preisträgerin/den Preisträger anhand von aktuellen Arbeiten aus. 2017 wird der Horst-Janssen-Grafikpreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist und mit einer Einzelausstellung sowie einer Publikation verbunden ist, zum sechsten Mal vergeben. Preisträger 2017 ist Tobias Dostal.

Die diesjährigen Jury-Mitglieder sind Dirk Dobke, Hamburg; Wulf Herzogenrath, Berlin; Rik Reinking, Hamburg; Nicole Deufel und Jutta Moster-Hoos, Oldenburg.


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